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Schulprogramm der Silvesterschule
(Stand: März 2007)

Miteinander

 

Vorwort

Schulprogrammarbeit ist ein stetiger Prozess des Überarbeitens, Aktualisierens und Erweiterns.
 Das vorliegende Programm enthält alte bewährte Elemente, die durch neue Bausteine ergänzt wurden. Bedeutsamste Schwerpunkte bei der Überarbeitung waren die Auseinandersetzung mit unseren Erziehungszielen und den Wegen, auf denen wir diese Ziele erreichen, sowie die Weiterentwicklung unserer Unterrichtsarbeit.

 Dieser Prozess ist nicht abgeschlossen, sondern wird kontinuierlich fortgeführt.

 Nach wie vor sind uns Sicherung und Entwicklung der Qualität unserer Schularbeit zum Wohle der Kinder und Transparenz für die Eltern ein großes Anliegen.

 Das Kollegium

 

Präambel

Schule darf heute nicht mehr nur als Ort der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten in den traditionellen Fächern verstanden werden, sie muss sich in zunehmendem Maße auch den gesellschaftlichen Veränderungen und den sich daraus ergebenden Herausforderungen stellen.

 Allein erziehende und berufstätige Eltern, Kinder aus sozial benachteiligten Familien, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder mit Lernschwächen oder besonderen Fähigkeiten und ein schnell wachsender technologischer Fortschritt erwarten mehr als traditionellen Unterricht.

 Vor diesem Hintergrund sind Lehrer und Eltern gleichermaßen gefordert, eine tragfähige Basis zu schaffen, die es den Kindern ermöglicht, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Persönlichkeit zu stärken. Gemeinsamkeit macht stark! Wenn Elternhaus und Schule sich offen über Bedürfnisse, Notwendigkeiten und Probleme austauschen, wenn gemeinsam Erziehungskonzepte und günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden, geben wir den Kindern den besten Start für eine erfolgreiche Zukunft.
 

Miteinander lernen, leben, sich wohl fühlen
auf der Basis christlicher Werte
– das ist der Leitgedanke unserer Schule.
 

Miteinander lernen

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, den Kindern nicht nur Wissen und Können zu vermitteln sondern ihnen auch einen guten Start für ein lebenslanges Lernen zu geben. Dies möchten wir erreichen indem wir 

  • die unterschiedlichen Lern- und Lebenssituationen der Kinder berücksichtigen
  • sie individuell fördern und fordern
  • durch Methodenvielfalt  den Unterricht abwechslungsreich gestalten
  • den Kindern Möglichkeiten zu selbst gesteuertem Lernen schaffen
  • sie zur Teamarbeit befähigen
     

Miteinander leben

Auf ihrem Weg, verantwortungsvolle Mitglieder unserer Gesellschaft zu werden, wollen wir die Kinder begleiten indem wir

  • ihr Selbstwertgefühl stärken
  • partnerschaftlich, fair und freundlich mit ihnen umgehen
  • klare durchschaubare Regeln vereinbaren und danach handeln
  • mit ihnen friedliche Konfliktlösung einüben
  • Kontinuität in unserem Verhalten bieten
  • in engem Kontakt mit dem Elternhaus stehen
  • den Eltern Hilfen in Erziehungsfragen bieten
     

Sich miteinander wohl fühlen

Sich wohl zu fühlen ist eine wichtige Voraussetzung, um effizient arbeiten und Leistung erbringen zu können. Diese Voraussetzung schaffen wir durch

  • die entspannte, fröhliche Atmosphäre an unserer Schule
  • das miteinander Spielen und Feiern
  • eine freundliche Gestaltung der Klassenräume und des Schulgebäudes
  • ein reichhaltiges Spiel- und Bewegungsangebot in den Pausen
  • den pfleglichen Umgang mit  Mobiliar und Außenanlagen
     

Miteinander lernen

 

Kindergarten und Grundschule

Transparenz in der Arbeit von Kindergärten und Schule ist eine wesentliche Voraussetzung, den Kindern einen möglichst stressfreien Übergang von einem zum anderen System zu ermöglichen.

 Unsere Schule steht mit den Kindertagesstätten in enger Verbindung. Mindestens einmal pro Schuljahr findet eine gemeinsame Konferenz statt, in der wir uns gegenseitig über unsere Arbeit informieren. Nur wenn Lehrer wissen, welche schulvorbereitenden Maßnahmen in den Kindergärten stattfinden, und nur wenn die Erzieher der Kindertagesstätten wissen, wie Unterricht in der Schuleingangsphase abläuft, werden die Kinder für das Schulleben gut gerüstet sein und den Übergang nicht als unangenehmen Einbruch empfinden.

Mit dem neuen Schulgesetz ist die Sprachstandsfeststellung bei Kindern, die zwei Jahre vor der Einschulung stehen, eingeführt worden. Lehrer und Erzieher planen und führen diese Tests gemeinsam durch. Um die Kinder nicht übermäßig zu belasten, werden die Tests in den Kindergartenalltag integriert. In gemeinsamer Beratung wird nach der ersten Testphase festgesetzt, welche Kinder zur genaueren Beobachtung ins zweite Screening kommen. Förderbedarf kann hier exakter festgestellt  und eine frühzeitige Förderung der Sprachfähigkeiten geplant werden.
 

Schulfähigkeit

Die Anmeldung der schulpflichtigen Kinder erfolgt im Herbst des Jahres vor der Einschulung. Im Rahmen dieser Anmeldung wird vom Kollegium jeweils in Teams von zwei Lehrpersonen ein Schulfähigkeitsprofil für jedes Kind erstellt.

Das Schulfähigkeitsprofil ist eine Zusammenstellung von sechs Kompetenzbereichen, die als grundlegende Voraussetzung für erfolgreiches Lernen gelten:

  • Gesundheitliche Voraussetzungen
  • Motorik
  • Wahrnehmung
  • Soziale Kompetenzen (Selbständigkeit, Fähigkeit zur Zusammenarbeit)
  • Umgang mit Aufgaben ( Spiel- und Lernverhalten, Konzentrationsfähigkeit)
  • Elementares Wissen in den Bereichen Sprache, Mathematik und Erschließung der Lebenswelt

 Am Tag der Anmeldung bearbeiten die Kinder in spielerischer Form verschiedene Aufgaben, die diese Fähigkeiten überprüfen und einen eventuellen Förderbedarf anzeigen. So können rechtzeitig vor Schulbeginn in Zusammenarbeit mit den Eltern und den Kindergärten notwendige Fördermaßnahmen ergriffen werden, die den Kindern einen möglichst guten Schulstart ermöglichen.

Bei Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen wird der Sprachstand festgestellt. Ggf. nehmen die Kinder an vorschulischen Förderkursen teil, damit gewährleistet wird, dass sie bis Schulbeginn über hinreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

 Entwicklungsperspektive:

Das Kollegium plant ein neues Konzept zur Erstellung des Schuleingangsprofils.
 

Schulanfang

Die Erstklässler laden die zukünftigen Schulanfänger zu einem Besuch in die Schule ein. Die Einladungskarten werden im Kindergarten überreicht. Etwa zwei Monate vor den Sommerferien kommen dann die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen in die Schule, um eine Unterrichtsstunde in der 1.Klasse, die Frühstückspause und die große Pause mitzuerleben.

Ein Informationsabend für die Eltern der Schulneulinge findet ca. einen Monat vor den Sommerferien statt. Dabei geht es in erster Linie um den sicheren Schulweg, Materialanschaffung, Schulbücher sowie den Verlauf des Einschulungstages.

In den Ferien erhalten die Kinder einen persönlichen Brief von ihrer zukünftigen Klassenlehrerin bzw. ihrem zukünftigen Klassenlehrer.

Die Einschulung beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst. Auf dem Schulhof werden die Erstklässler von allen Kindern und Lehrern der Schule mit einem Spalier freundlich empfangen. In der Eingangshalle werden sie anschließend von der Schulleitung und einigen Kindern des 3. Schuljahres begrüßt. Danach verbringen sie ihre erste Schulstunde mit ihrer/m Klassenlehrerin/er  in den Klassenräumen. Für die wartenden Eltern organisiert der Förderverein ein Stehcafe. Die erste Schulwoche klingt aus mit einem kleinen Theaterstück von den Kindern des 2. Jahrganges.

 

Schuleingangsphase

Lehrer und Eltern unserer Schule haben sich für die altershomogene Schuleingangsphase entschieden. Der Unterricht wird also grundsätzlich im Klassenverband erteilt. Um trotzdem eine Durchlässigkeit zu gewährleisten, liegen die Fächer Deutsch und Mathematik in den 1. und 2. Schuljahren parallel.

 Erste Klasse

 Nach abgeschlossener Lerneingangsdiagnostik ( bis zu den Herbstferien ) ist es für lernstärkere Kinder des 1. Schuljahres möglich, in einem oder beiden Fächer am Unterricht des 2. Schuljahres teilzunehmen. Kinder mit besonderen Lernschwierigkeiten werden in 2 zusätzlichen Stunden gefördert. Um alle Kinder der Klasse individuell begleiten und fördern zu können, wird soweit möglich eine Stunde pro Tag in Doppelbesetzung unterrichtet. Dies besonders im Fach Sprache, weil hier ein besonderer Bedarf an Grundlagentraining besteht. Für Mathematik ist eine Teamstunde vorgesehen. Diese Verteilung kann situationsadäquat variiert werden.

 Tritt der Fall ein, dass ein Kind aus dem 1. Schuljahr in beiden Kernfächern dem Unterricht des 2. Schuljahres erfolgreich folgen kann, so hat es die Möglichkeit, ganz in diese Klasse zu wechseln.

 Zweite Klasse

 Jedes Kind des 2. Schuljahres hat die Möglichkeit, Lernstandsdefizite in Mathematik und Sprache auszugleichen indem es in dem betreffenden Fach evtl. auch nur zeitweise am Unterricht des 1. Schuljahres teilnimmt.

 Tritt der Fall ein, dass ein Kind aus dem 2. Schuljahr in beiden Kernfächern im Unterricht des 1. Schuljahres besser aufgehoben ist, kann es  in diese Klasse wechseln.

 So ist gewährleistet, dass Kinder die Schuleingangsphase auch in 1 oder 3 Jahren durchlaufen können, ohne sich in eine vollkommen neue Lerngruppe eingewöhnen zu müssen.

Begleitende Rahmenbedingungen

Um den Kontakt der Kinder aus dem ersten und zweiten Schuljahr zu  fördern, wurde ein unterstützendes Raumkonzept erarbeitet: Die Klassenräume der Eingangsstufe befinden sich alle auf demselben Flur, unterrichtet wird vorwiegend bei geöffneter Klassentür, teilweise auch auf dem Flur. Regenpausen, die nicht auf dem Schulhof stattfinden können, werden gemeinsam auf dem Flur und in den Klassenräumen verbracht.

 Mindestens zweimal im Jahr finden Lernprojekte statt, die von beiden Jahrgängen gemeinsam durchgeführt werden. Im Rahmen der Projektarbeit wird der Klassenverband eine Woche lang stundenweise aufgehoben. Die Lehrer der Klassen bieten themenbezogene Lernangebote an, die die Kinder frei wählen können. Erst- und Zweitklässler haben so die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen, miteinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
 

Unterricht

Die Lehrer jeder Jahrgangsstufe erstellen in gemeinsamer Arbeit auf der Grundlage der Richtlinien für das Land NRW verbindliche Arbeitspläne für jedes Fach. Diese Pläne werden erprobt und bei Bedarf neu formuliert.

 Absprachen über verbindliche Unterrichtsthemen und – methoden, über Art und Anzahl der Lernzielkontrollen sowie die Leistungsbewertung sollen Einheitlichkeit und Überschaubarkeit der pädagogischen Arbeit gewährleisten. Gleichzeitig bleibt Raum für Verwirklichung von Ideen und Bedürfnissen der Kinder und Lehrer.

 Die Kinder zu selbst gesteuertem Lernen zu befähigen, ist ein übergeordnetes Ziel der gesamten Unterrichtsarbeit. Vom ersten Schuljahr an werden sie stufenweise an Arbeitsformen wie Freiarbeit, Tages- und Wochenplanarbeit und Arbeiten in Lernwerkstätten herangeführt. Neben dem lernzielorientierten Unterrichtsstoff lernen die Kinder auf diese Weise, Verantwortung für den Lernprozess zu übernehmen indem sie 

  • ihre Fähigkeiten einschätzen und erweitern
  • Arbeitsverläufe selbst planen
  • ihre Materialien sinnvoll organisieren
  • den Lernzuwachs selbst überprüfen

Ein auf diese Weise organisierter Unterricht ermöglicht es, die individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes aufzunehmen und zu fördern.

Leistungsbewertung

 Grundlage der Leistungsbewertung sind die Anforderungen der Richtlinien und Lehrpläne. Insbesondere in der Schuleingangsstufe werden dabei nicht nur Ergebnisse, sondern auch Anstrengung und der individuelle Lernfortschritt jedes Kindes berücksichtigt.

 In der Klassen 1 werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler ohne Verwendung von Noten beschrieben.

Da die Versetzung von Klasse 2 zur Klasse 3 mit einem kombinierten Noten-Berichtzeugnis erfolgt, werden die Kinder im Laufe des zweiten Schuljahres behutsam an Noten herangeführt. Hierfür wurde ein verbindliches Konzept erarbeitet: Die Kinder lernen im Laufe des ersten Schulhalbjahres, ihre Leistungen selbst einzuschätzen. Die Lehrer unterstützen sie dadurch, dass sie für umfassende Zieltransparenz sorgen und den Kindern beratend zur Seite stehen. Realistische Selbsteinschätzung macht es möglich, mit Fremdeinschätzung gelassen und zuversichtlich umzugehen. Neben schriftlichen und mündlichen Rückmeldungen erhalten die Kinder als Vorstufe zu der verbindlichen Notenskala bis zu den Weihnachtsferien eine Leistungseinstufung in Form von Smileys : J= herausragende Leistung, K = zufriedenstellende Leistung, L = noch nicht ausreichende Leistung. Nach den Weihnachtsferien werden stufenweise zunächst in Teilbereichen einzelner Fächer, später in einem ganzen Fach herkömmliche Noten erteilt. Nach den Osterferien werden die Leistungen der Kinder in wichtigen Arbeiten der Hauptfächer generell mit Noten beschrieben.

 In den Klassen 3 und 4 werden in den Fächern Deutsch und Mathematik schriftliche Arbeiten zur Leistungsfeststellung geschrieben und benotet. Über Art, Umfang und Benotung der Arbeiten gibt es Absprachen unter den Lehrern der Jahrgangsstufe.

 Die zentralen Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) werden ab dem Schuljahr 2006/2007 im zweiten Halbjahr des 3. Schuljahres durchgeführt. Eine Benotung erfolgt nicht, die Ergebnisse der Arbeiten können jedoch bei der Festlegung der Zeugnisnote ergänzend berücksichtigt werden.

Förderkonzepte

Bevor eine Förderung erfolgen kann, muss in den Bereichen Sprache und Mathematik eine Diagnose der vorhandenen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes stattfinden.

LRS - Konzept in der Schuleingangsphase

Für den Erwerb von Lese- und Rechtsschreibkompetenzen sind die Vorläufer-fähigkeiten (phonologische Bewusstheit) von großer Bedeutung. Eine frühe Förderung der phonologischen Bewusstheit kann hilfreich sein, Lese- und Rechtschreibprobleme im schulischen Werdegang zu verhindern. Eine effektive Prävention von LRS -Schwierigkeiten ist von einer frühzeitigen Diagnose abhängig.

Die Diagnose zur phonologischen Bewusstheit wird im 1. Schuljahr in der Zeit bis zu den Herbstferien anhand des „Gruppentestes zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten“ von Barth/Gromm durchgeführt. Der Gruppentest bietet den Vorteil, dass bis zu 10 Kinder gleichzeitig daran teilnehmen können. Alle Kinder des 1. Schuljahres werden im Rahmen des Förderunterrichts damit getestet

Eine Risikogefährdung im Schriftspracherwerb wird angenommen, wenn das Kind in seiner Gesamtleistung eine Standardabweichung und mehr unter dem Mittelwert seiner Altersgruppe liegt. Es wird eine Gesamtliste der Lerngruppe nach erreichter Gesamtpunktzahl erstellt, nach der die Schulleiterin die Fördergruppe zusammenstellt. Eine Fördergruppe sollte nicht mehr als 6 bis 8 Kinder haben. Die Fördergruppe erhält mindestens eine LRS- Förderstunde pro Woche.

Die Förderung erfolgt mit einem Werk von Forster/Martschinke: „Leichter Lesen und Schreiben lernen mit der Hexe Susi“.

Um festzustellen, ob ein Kind, das am Schulanfang als „Nicht-Risikokind“ diagnostiziert wurde, im Laufe des Schuljahres deutliche Probleme in der Schriftsprachentwicklung bekommen hat, wird gegen Ende des 1. Schuljahres (April/Mai) als weitere förderdiagnostische Maßnahme die „Diagnostischen Bilderlisten“ von Dummer-Smoch eingesetzt.

Entwicklungsperspektive:

An einer Fortführung des Diagnose- und Förderkonzeptes wird zurzeit gearbeitet.
 

Förderunterricht

 Der Förderunterricht dient dazu, besondere Fähigkeiten und Begabungen der Kinder zu stützen, bzw. Lernrückstände und Lernschwierigkeiten aufzugreifen und zu beheben. In der Regel findet er im Klassenverband statt.

 Für Kinder mit gravierenden Schwierigkeiten in den Bereichen Lesen/Rechtschreiben (LRS) und in Mathematik bieten wir klassenübergreifenden Förderunterricht in Kleingruppen an.

 Kinder mit leichten Haltungsschwächen oder Koordinationsschwierigkeiten nehmen zur Kräftigung der Muskulatur und Förderung der Koordinationsfähigkeit ein- bis zweimal pro Woche am Sport-Förderunterricht teil. Über die Teilnahme entscheidet der Arzt bei der Einschulungsuntersuchung. Diese Förderung erstreckt sich über mindestens ein Schuljahr, über die weitere Teilnahme entscheidet der Fachlehrer.
 

Gemeinsamer Unterricht und sonderpädagogische Förderung

Die Silvesterschule versteht sich als Schule für alle Kinder, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, insbesondere auch unabhängig von einer Behinderung.

Im gemeinsamen Unterricht (GU) werden, so weit möglich und von den Eltern gewünscht, behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen in einer Klasse unter Einbindung einer  Sonderpädagogin unterrichtet.

Das bedeutet:

-           wohnortnaher  Schulbesuch
-           leichtere außerschulische Kontakte mit Klassenkameraden
-           Förderung des Selbstwertgefühls.

Ein Gutachterteam (Sonderpädagogin und Klassenlehrer/in) erstellt ein Gutachten mit Aussagen zum Förderbedarf, dies ggf. schon vor der Einschulung.

Die Schulaufsichtsbehörde (das Schulamt des Kreises Borken) entscheidet über den schulischen Förderort.

Die GU- Kinder werden von dem/der jeweiligen Grundschullehrer/in und mit bis zu 3 Wochenstunden auch von der Sonderpädagogin  unterrichtet. Sie arbeiten bisweilen mit unterschiedlichen Zielen und nach unterschiedlichen Lehrplänen am gleichen Thema.

Zur Intensivierung der sonderpädagogischen Förderung wird angestrebt, mehrere Kinder mit GU in einer Klasse zusammenzufassen.

Auch eine individuelle Förderung im Rahmen von äußerer Differenzierung ist möglich.

Kinder, die nach dem Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet werden, erhalten Berichtzeugnisse ohne Noten.

Über die möglichen Schulformen nach Klasse 4 wird im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben mit den betroffenen Eltern von GU - Kindern beraten.
 

Computer im Unterricht

Die bei den Kindern immer stärker vorhandene Vertrautheit mit dem „Spielgerät Computer“ sollte dazu genutzt werden, den Computer als Bildungsmedium  zu begreifen und so Medienkompetenz auf den Weg zu bringen.

Dabei soll die hohe Motivation der Kinder für deren Lernprozess genutzt werden.

So kann der Computer eingesetzt werden:

Die Kinder nutzen den Computer als Schreibgerät. Texte werden geschrieben und können mit dem PC gestaltet werden.

Der Computer ist für das Kind ein persönlich zugeschnittenes „Fitnessstudio“ beim Lerntraining in allen Bereichen. Spezielle Lernprogramme bieten den Kindern die Möglichkeit, in ihrem ganz persönlichen Lerntempo auf sie zugeschnittene Aufgaben zu lösen.

Die Kinder nutzen den Computer als Informationsquelle. Auf kindgerechten Seiten lernen sie, sich im Internet zu informieren.

Der PC bietet die Möglichkeit,  per e-Mail Brief - Partnerschaften mit anderen Schülern zu pflegen.

In unserer Schule ist jeder Klassenraum mit mehreren Computern mit Internetzugang ausgestattet. Hier arbeiten einzelne Kinder allein oder in Partnerarbeit. Für die PC-Arbeit mit der gesamten Klasse stehen uns 15 Computer im PC-Raum zur Verfügung.
 

Verkehrserziehung

Die Eltern sind hauptverantwortlich für die praktische Verkehrserziehung  ihrer Kinder. Die Schule leistet unterstützende Arbeit.

Beim ersten Elternabend für die Schulneulinge erhalten die Eltern einen Schulwegeplan, auf dem die sichersten Wege von den Wohngebieten zur Schule dargestellt sind. Den Eltern der Buskinder wird empfohlen, ihre Kinder auf der ersten Fahrt zu begleiten.

Für die ersten beiden Jahrgänge kommt zweimal im Jahr die Jugendverkehrsschule. An verschiedenen Stationen können die Kinder Grundfertigkeiten üben, die für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr nötig sind.

Für alle Klassen findet einmal im Jahr eine schulinterne Fahrradwoche statt. Von der für die Verkehrserziehung zuständigen Lehrkraft wird in Zusammenarbeit mit dem Hausmeister ein Geschicklichkeitsparcour aufgebaut.

Im Verlauf des dritten Schuljahres kommen die Eltern, die KlassenlehrerInnen und der für die Radfahrausbildung zuständige Verkehrspolizist an einem Nachmittag zusammen, um sich über die Radfahrausbildung zu informieren. Anschließend werden einige kritische Verkehrspunkte im Dorf aufgesucht und mögliche Schwierigkeiten geklärt.

Es wird erwartet, dass  die Eltern solche Schwierigkeiten mit ihren Kindern trainieren. Während des Jahres wird auch innerhalb des Klassenverbandes an drei Vormittagen zusammen mit der Verkehrspolizei das Fahren im Verkehr geübt. Dabei ist die Hilfe vieler Eltern unerlässlich, da nur mit kleinen Gruppen sinnvoll geübt werden kann.

Im 4. Schuljahr findet dann die Radfahrprüfung statt. Sie besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der theoretische Teil findet im Sachunterricht statt. Der praktische Teil muss im Verkehr absolviert werden, das heißt: die Kinder fahren eine Prüfstrecke allein ab. LehrerInnen, Polizei und Eltern kontrollieren an bestimmten Punkten das Verhalten der Kinder  und machen sich Notizen. Anschließend findet für jede Klasse eine kurze Abschlussbesprechung statt.

Für alle praktischen Übungen mit dem Rad gilt: Das Tragen eines Fahrradhelms ist Pflicht.
 

Außerschulische Lernorte

Unterricht findet nicht nur in der Schule und auf dem Schulgelände statt, sondern auch an anderen Lernorten. Dieses ist notwendig, da die Kinder zunehmend weniger Erfahrungen mit allen Sinnen in ihrer Lebenswirklichkeit sammeln. Unterrichtsgänge ermöglichen einen intensiveren und persönlichen Einblick in Zusammenhänge in der Natur und im öffentlichen Leben. Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte hat ebenso seinen Stellenwert im Unterricht wie der Einsatz von Medien (Filme, Videos, Dias, Bücher, Internet).

Aus den nachfolgenden Angeboten trifft jede Lehrkraft in Absprache mit den Eltern eine eigene Auswahl.

Unterrichtsgänge 

  • Erkundung des Verkehrsraumes Erle im Rahmen der Verkehrserziehung (Schulwege der Kinder , Ampel)
  • Gänge in die Natur (Wald, Waldführung mit dem Förster, Anholter Schweiz, Zwillbrocker Venn)
  • Öffentliche Einrichtungen: z.B. Post, Feuerwehr, Gemeinde-, Kreisverwaltung, Wasserwerk, Klärwerk, Bücherei)
  • Betriebe (Geschäfte, Bäckerei, Tischlerei, Bauernhof)
  • Museen, Schlösser, Tierparks
  • religiöse Einrichtungen ( Kirchen, Friedhöfe, Emmaus-Haus, Jüdisches Museum Dorsten, Synagoge Essen)

 Klassen- und Schulfahrten

Die Entscheidung über Anzahl und Dauer von Klassenfahrten trifft der Klassenlehrer/ die Klassenlehrerin in Absprache mit der Klassenpflegschaft.

Der Zuschuss für eine mehrtägige Fahrt beträgt pro Person und Tag 3 €.

Nur eine  mehrtägige Fahrt im Verlauf der vier Schuljahre wird bezuschusst.
 

Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Arbeitsgemeinschaften tragen dazu bei, das Schulleben zu bereichern. Sie sollen bestehende Interessen der Kinder aufnehmen, aber auch neue anregen.

Wir sind darum bemüht, (abhängig von der aktuellen Lehrersituation) möglichst viele Arbeitsgemeinschaften anzubieten. Außerschulische Helfer sind hier seit einigen Jahren eine wertvolle Bereicherung.

Die angebotenen AGs sind zusätzliche Unterrichtsveranstaltungen. Nach einer „Schnupperstunde“ zu Beginn des Schuljahres entscheiden die Kinder über ihre Teilnahme. Danach ist die Teilnahme für mindestens ein Schulhalbjahr verpflichtend. Um eine AG sinnvoll durchführen zu können, ist die Kinderzahl begrenzt. Melden sich sehr viele Kinder, werden die Teilnehmer ausgelost.

Folgende AGs sind an unserer Schule fest etabliert und sollen nach Möglichkeit weiter geführt werden:

  • Niederländisch

Hier erwerben Kinder in spielerischer Form erste Kenntnisse der niederländischen Sprache.

Leiterin ist die niederländische Lehrerin Frau Rudde.

  • Schach

Herr Kadenbach, Mitglied des Schachclubs Raesfeld, trainiert interessierte Kinder der 4.Klassen im Schachspielen und nimmt mit ihnen an diversen Leistungswettkämpfen teil.

  • Plattdeutsch

Die Pflege der Erler Mundart ist uns ein großes Anliegen. Unter Leitung von Frau Horstmann üben engagierte Mütter und Großmütter mit Kindern des 4.Schuljahres das Lesen und Vortragen plattdeutscher Texte sowie Lieder und  Theaterstückchen ein. Interessierte Kinder nehmen am Plattdeutschen Lesewettbewerb teil. 

  • Schülerzeitung

Unter Leitung von Frau Willich erstellen Kinder der 4. Schuljahre eine Schülerzeitung, in der eigene Artikel, aber auch Beiträge aus den einzelnen Klassen veröffentlicht werden. Die Schülerzeitung erscheint zweimal im Jahr und ist gegen einen kleinen Geldbetrag zu erwerben.

  • Chor

Eine neue Einrichtung an unserer Schule ist der Schulchor. Hieran können sich die Kinder der 2. bis 4.Klassen beteiligen. Frau Buning übt Lieder und Liedbegleitungen mit Rhythmusinstrumenten ein, die sich am Jahreskreis und an Festen orientieren. Die Chormitglieder haben die Möglichkeit, an unterschiedlichen Auftritten in der Gemeinde teilzunehmen.

  • PC

Für die 4.Klassen bietet Herr Heursen eine PC – AG an, in der die Kinder den Umgang mit Textbearbeitungsprogrammen und mit der Internetrecherche erlernen.

Je nach Lehrerstundenkontingent wurden in den vergangenen Jahren auch Theater-, Töpfer-, Technik- und Kunst- AGs angeboten. Da hierfür die Lehrerstunden jedoch nicht immer ausreichen, sind wir an der Beteiligung ehrenamtlicher außerschulischer Helfer sehr interessiert.

 

Miteinander leben

Rituale

Die Ritualisierung des Schullebens ist eine wichtige Strukturierungshilfe für die Kinder, die in einer zunehmend hektischen, reizüberfluteten Umwelt aufwachsen. Rituale schaffen Verlässlichkeit, geben Sicherheit und bieten Orientierungshilfen.

Rituale auf Klassenebene

Je nach Bedürfnis der Schüler werden in jeder Klasse feste Strukturen eingerichtet und gepflegt:

  • Erzählkreis zum Wochenbeginn
  • Geburtstagsfeiern
  • gemeinsames Erstellen und Überarbeiten von Klassenregeln
  • Ordnungsdienste
  • morgendliches Beten
  • gemeinsames Frühstück
  • tägliches Vorlesen im Advent
  • Jahresabschlussfeste mit der ganzen Familie
  • Klassenfahrt

 Rituale auf Schulebene

  • gemeinsame Spielpausen
  • jahrgangsabhängige Aufgaben, die für die Schulgemeinschaft übernommen werden ( Ausgabe von Pausenspielzeug, Gestaltung von Festen usw.)
  • gemeinsamer Empfang der Schulneulinge
  • gemeinsame Spiel- und Sportfeste
  • gemeinsames Feiern ( Karneval, Erntedank, Weihnachten)
  • jährliches Fußballturnier für einen guten Zweck
  • regelmäßige Gottesdienste

Im Rahmen eines ritualisierten Schulalltags erfahren Kinder nicht nur Sicherheit und Geborgenheit, sie übernehmen auch Aufgaben und Verantwortung.

Auf diese Weise

  • erleben sie, dass man Vertrauen in sie setzt,
  • lernen sie, Pflichten für eine Gruppe zu übernehmen und gewissenhaft auszuführen
  • stärken sie ihr Selbstwertgefühl und ihre sozialen Kompetenzen.
     

Werte und Erziehung

Schule vermittelt Lernkompetenzen und Wissen, das ist ihre vordergründige Aufgabe. In den letzten Jahren sind erziehliche Ziele aber immer intensiver in den Vordergrund schulischen  Handelns gelangt. Reizüberflutung bei den Kindern, Medien als „Fremderzieher“, ein gewisses Maß an Werteverlust oder zumindest Neuorientierung in diesem Bereich haben zu wachsender Verunsicherung bei den Eltern geführt. Unsere Schule möchte Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen indem sie einem klaren Erziehungskonzept folgt, das

·        auf gegenseitige Rücksichtnahme und Höflichkeit hinwirkt

·        Toleranz und Solidarität fördert

·        Selbstbewusstsein stärkt

·        Urteilsfähigkeit und damit Teamfähigkeit fördert

·        Pünktlichkeit und Ordnung einfordert

„Regeln sind wie helfende Gerüste, an denen man sich entlang hangeln kann“

Durch Umsetzung einer in Arbeitsgruppen erarbeiteten und von der Schulkonferenz verabschiedeten schulinternen Haus- und Schulordnung wird das erzieherische Verhalten der Lehrer aufeinander abgestimmt. Die Vermittlung erzieherischer Werte findet in jeder Situation des schulischen Lebens statt, wird aber in gewissen Unterrichtsfächern explizit thematisiert. Ihre thematischen Schwerpunkte hat sie im Religionsunterricht, in Deutsch und im SU.

Alle am Schulleben Beteiligten ziehen an einem Strang. Das bietet den Kindern Verlässlichkeit in der Reaktion der Erwachsenen und damit Hilfe im schulischen Alltag.

Entwicklungsperspektive:

  • Streitschlichterkonzept
  • intensivere Einbindung der Eltern
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern
     

Bewegung, Spiel und Sport

Bewegung, Spiel und Sport haben vor dem Hintergrund eines ganzheitlichen Lern- Und Erziehungsverständnisses nicht nur im Sportunterricht ihren Platz, sondern bilden einen Teil des Schullebens sowie einen Planungsfaktor für die Gestaltung des Schulgeländes. Bewegungspausen in allen Fächern oder Lernbereichen schaffen erneute Konzentration und ein positives Lernklima.

Sportunterricht

Sportunterricht findet an 3, vorwiegend als Einzelstunden erteilten, Stunden in der Woche statt, sodass die Kinder an mehreren Tagen in der Woche ausgedehntere Bewegungszeiten erhalten. Für den Sportunterricht stehen uns beide 2 Turnhallen in Erle zur Verfügung.

Schwimmen

Im 1., 2. und 3. Schuljahr werden jeweils für ein Halbjahr 2 Sportstunden durch den Schwimmunterricht ersetzt. Die Kinder fahren hierfür mit dem Schulbus zum Lehrschwimmbecken der St. Sebastianschule in Raesfeld.

Pausensport

Zurzeit stehen den Kindern auf dem Schulgelände Basketballkörbe, Springböcke, Turnstangen, Balancierbalken, Tischtennisplatten, aufgemalte Hüpfspiele und zwei Klettergerüste zur Verfügung. Für Fußball und Hockey gibt es fest ausgewiesene Flächen hinter dem Schulgebäude.

Ergänzend zu diesem Angebot werden in jeder großen Pause Kleingeräte wie Stelzen, Pedalos, Tischtennis- und Hockeyschläger ausgeteilt. Die Ausgabe betreuen Kinder der 4.Klassen.

Bei starkem Regen bleiben die Kinder während der Pausen im Schulgebäude und spielen unter Aufsicht einer Lehrperson mit Angeboten aus der „Move it  box“.

Schulsportwettkämpfe

Die besonderen Erfahrungen, die in einer Wettkampfteilnahme liegen, werden allen Schülern der Schule mit der Durchführung der Sommerbundesjugendspiele in Kombination mit einem Geschicklichkeitsspielangebot vermittelt. Das Sport-Spielfest findet auf dem Sportplatz statt. Alle Klassen gehen gemeinsam dorthin, jedes Kind hat eine Laufkarte, auf der es Pflicht- und Wahlaufgaben findet. Die älteren Kinder übernehmen „Patenschaften“ für die Kinder der ersten Schuljahre. An der Durchführung des Sportfestes sind helfende Eltern aller Klassen beteiligt.

Verstärkt nehmen besonders sportinteressierte Kinder der 4. Klassen an den Vergleichs-Sportwettkämpfen in der St. Sebastianschule Raesfeld teil. Hier messen sich die Kinder mit Teilnehmern aus mehreren Schulen des Kreisgebietes in den Disziplinen Geräteturnen, Schwimmen/Tauchen, Ballspiel und Tanz. 
 

Interkulturelle Aktivitäten

Interkulturelle Aktivitäten sollen den Kindern in einer zunehmend globalisierten Welt Kontakte zu Kindern anderer Länder, zu deren Lebenswirklichkeit und Sprache eröffnen.

Schulpartnerschaft mit NL

Seit Oktober 1994 hat sich eine Schulpartnerschaft zwischen der Basisschool „Het Timpaan“ in Nieuw-Wehl und der Silvesterschule entwickelt. Durch die kommunale Neuordnung auf der niederländischen Seite wurde ein sehr reger Kontakt auf Schüler- und Lehrerebene kurzzeitig unterbrochen. Zurzeit wird  an einer neuen Belebung dieses wertvollen Kontakts gearbeitet.

 Wieder aufgenommen werden sollen

  • gemeinsame Studientage der beiden Kollegien
  • wechselseitige Besuche von Schülergruppen beider Schulen zu besonderen Anlässen (Boomfestdag, Weihnachtsfeier,Spielfest)
  • kleiner eintägiger Schüleraustausch mit Teilnahme am Unterricht und Familienkontakten
  • Brieffreundschaften zwischen den Kindern (auch per e-Mail)
  • gemeinsame Teilnahme der niederländischen und deutschen Kollegen und Kolleginnen an der grenzüberschreitenden Lehrerfortbildung „Netzwerk NL“
     

Zusammenarbeit mit den Eltern

Miteinander leben ist in der Schule nur möglich, wenn Lehrer und Eltern Hand in Hand arbeiten. Die Kontakte zwischen Eltern und Lehrern sind an unserer Schule vielfältig und rege.

Planen und Mitgestalten

In allen Klassen sind Eltern auf vielfältige Weise in das Schulleben eingebunden.

Sie

  • planen und organisieren Feste und Feiern,
  • unterstützen die Lehrpersonen in einzelnen Unterrichtsphasen z.B. als „Lesemütter/-väter“ oder im Kunstunterricht,
  • bringen spezielles Fachwissen in den Sachunterricht mit ein,
  • begleiten Ausflüge Klassenfahrten,
  • beteiligen sich an der Planung und Durchführung von Klassenfahrten.

 Die Kinder erleben auf diese Weise Eltern und Lehrer als gemeinsam agierende Erwachsene.

Förderverein

Im April 2005  wurde von interessierten Eltern und Lehrern der „Förderverein der Silvesterschule-Erle e.V.“ gegründet. Mit dem Ziel, den Kindern bestmögliche

Förderung zukommen zu lassen, unterstützt er die Schule ideell, finanziell und durch aktive Mitarbeit. Zurzeit gibt es 44 Mitglieder.

 Sprechtage / Sprechstunden

Jedes Kollegiumsmitglied bietet eine wöchentliche Sprechstunde an, die den Eltern zu Beginn des Schuljahres schriftlich mitgeteilt wird. Natürlich sind auch Gesprächsvereinbarungen außerhalb dieser Sprechzeiten möglich.

Zweimal im Schuljahr, in der Regel im November und kurz vor den Osterferien, finden Elternsprechtage statt. Innerhalb eines Zeitraumes von zwei Wochen haben Eltern die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Klassen- und Fachlehrern bzw. Lehrerinnen.

 Für die 4.Klassen findet der zweite Elternsprechtag bereits im Januar statt, da die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen bereits im Februar anstehen.

 Beratung über den Übergang zur weiterführenden Schule

Zu Beginn des 4.Schuljahres werden die Eltern zu einem Informationenabend eingeladen, bei dem sie über die unterschiedlichen Bildungswege, die Anforderungen an den einzelnen Schultypen und die zur Wahl stehenden Schulen informiert werden.

Im November/Dezember und im Januar finden Einzelberatungen statt.

Mit den Halbjahreszeugnissen erhalten die Kinder als Anlage eine begründete Empfehlung zur Wahl der Schulform.

In der Regel im Februar erfolgt durch die Eltern die Anmeldung an der gewählten Schule. Die Termine werden durch die Schule und die Tagespresse bekannt gegeben.

 Beratung in Problemfällen

 Grundsätzlich sind alle Lehrer und Lehrerinnen unserer Schule Träger der Beratung. Angesichts des täglichen Umgangs kennen die KlassenlehrerInnen die SchülerInnen am besten und finden am ehesten das für eine Beratung erforderliche Vertrauensverhältnis. Ihre Beratungstätigkeit wird unterstützt und ergänzt durch die Schulleitung und die Beratungslehrerin.

Beratungslehrerin an unserer Schule ist Frau Willich.

 Beratungsfelder, an denen alle Lehrer der Schule beteiligt sind, sind  

  • Einschulung
  • Lernschwierigkeiten
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Wahl der Schullaufbahn

 Ergänzend hierzu arbeitet die Beratungslehrerin. Sie berät SchülerInnen und Erziehungsberechtigte 

  • über Fördermaßnahmen bei Lernschwierigkeiten oder besonderen Begabungen
  • bei der Analyse von Verhaltensstörungen im sozialen, emotionalen oder motivationalen Bereich und hilft bei der Kontaktaufnahme zu weiteren Institutionen und Beratungsstellen.

 Die Beratungslehrerin wird immer informiert, wenn beabsichtigt ist, außerschulische Beratungsstellen einzuschalten.

 Innerschulisch arbeitet sie eng mit den Kollegen und Kolleginnen zusammen, um gemeinsame Lösungsmöglichkeiten unter pädagogischen Fragestellungen zu finden.

 Vertretungsregelung

 Bei Lehrerausfall gilt grundsätzlich:

Es wird angestrebt, keinen Unterricht ausfallen zu lassen.

Der Vertretungsunterricht wird inhaltlich an den Regelunterricht angepasst.

Kein Kind wird vorzeitig entlassen, wenn nicht gewährleistet ist, dass es zu Hause von einer Aufsichtsperson in Empfang genommen wird.

Bei voraussehbarem Fehlen einer Lehrperson:

Eine Vertretungskraft aus dem s.g. „Vertretungspool“ wird rechtzeitig beantragt und übernimmt den Unterricht

Der Unterricht wird von Lehrern des Kollegiums übernommen. Ein Vertretungsplan wird den Eltern rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Unterrichtsinhalte werden inhaltlich mit dem / der KlassenlehrerIn abgesprochen.

Bei plötzlichem Lehrerausfall:

Der/ Die KlassenlehrerIn teilt die Kinder in Vierergruppen auf und hängt die Liste in der Klasse auf. Im Notfall werden diese festen Gruppen möglichst jahrgangsnah auf andere Klassen verteilt. In jedem Klassenraum steht eine zusätzliche Tischgruppe, an der die Kinder arbeiten können.

Ein unterrichtsfreier Lehrer übernimmt den Vertretungsunterricht.

 Die lehrerlose Klasse wird über den Flur von der Lehrperson der benachbarten Klasse mitbetreut

Bei größeren Engpässen (mehrere Lehrer sind plötzlich erkrankt) müssen die Kinder notfalls früher nach Hause entlassen werden. Es wird vorher telefonisch sicher gestellt , dass jedes Kind zu Hause jemanden antrifft. Kinder, deren Eltern nicht erreichbar sind, werden auf andere Klassen verteilt.

Der Offene Ganztag (OGS)

Die Idee

Der offene Ganztag ist mehr als nur die Betreuung von Kindern. Der offene Ganztag ist die Idee eines intensiveren und ganzheitlicheren Schullebens. Lernen am Morgen geht Hand in Hand mit der Hausaufgabenbetreuung am Mittag und attraktiven Freizeitangeboten am Nachmittag. Die Schule soll so zu einem Ort intensiven miteinander Lernens, Lebens und Erlebens werden.

Die Situation

Mit Beginn des Schuljahres 2006 / 2007 wurde an unserer Schule der Offene Ganztag eingeführt. Rund 30 Kinder verbringen an mindestens drei Tagen der Woche auch die Nachmittage in der Schule. Sie werden betreut von einer Sozialpädagogin, einer Erzieherin, einem Praktikanten und einer Küchenkraft. Mit drei Stunden pro Woche beteiligen sich Lehrpersonen an der Hausaufgabenbetreuung bzw. zusätzlichen Förderung der Kinder.

 Das Konzept

Die Tage sind klar strukturiert: Gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und frei wählbare Freizeitangebote folgen einem festen Rhythmus.

 Das OGS -Personal  arbeitet mit dem Kollegium Hand in Hand, so wird das pädagogische Konzept des Vormittags, auch im Nachmittagsbereich konsequent verfolgt. Lehrer und Betreuer tauschen sich täglich über jedes einzelne Kind aus, vereinbaren Absprachen in Bezug auf die Hausaufgaben und Erziehungsnotwendigkeiten und beraten die Eltern.

Gemeinsamkeit hat einen großen Stellenwert bei uns. OGS -Personal und Lehrer führen gemeinsame Konferenzen durch, nehmen an gemeinsamen Fortbildungen teil und führen gemeinsame Elternsprechtage durch. Diese Gemeinsamkeit im Erziehungskonzept macht vor den Eltern natürlich nicht Halt. Die Elternschaft wählt Vertreter, die bei regelmäßigen Steuergruppen-Treffen die Interessen der Eltern vertreten und das nachmittägliche Leben mit gestalten.

 Die Angebote

Neben der Lernförderung spielen die Freizeitangebote eine große Rolle. Wir sind stolz darauf, dass diese von Anfang an an mehreren Tagen in der Woche erfolgen konnten. Sport, Schach, Basteln, Töpfern sind nur einige Beispiele. Sie werden zum Teil von Eltern und dem OGS -Personal durchgeführt, aber auch von außerschulischen Interessierten z.B. aus dem Sport- oder Heimatverein oder von Menschen, die einem interessanten Hobby nachgehen, das sie den Kindern näher bringen möchten. So trägt der Offene Ganztag sehr intensiv zur Öffnung von Schule bei.

 Die Räume

Die OGS verfügt über eine großzügige Raumausstattung. Drei Räume und ein Speiseraum (zurzeit noch im Bau) in einem abgeschlossenen Trakt der Schule gewährleisten die Entfaltungsmöglichkeit der Kinder. Spielen und Basteln, Arbeiten, Ausruhen, für jedes Bedürfnis steht ein eigener Raum zur Verfügung.

 Entwicklungsperspektive

Der offene Ganztag befindet sich noch im Anfangsstadium. Alle Beteiligten empfinden sich als Pioniere auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel: den Familien auf einem hohen pädagogischen Niveau verlässliche Betreuung zu gewährleisten. Wir befinden uns noch im Stadium der Orientierung, aber der Start war ein guter. Für die Zukunft wird die Integration der Übermittagbetreuung angedacht. Auch über den noch effektiveren Einsatz der Lehrpersonen muss noch nachgedacht werden.   
 

Sich miteinander wohl fühlen

Feedback

Nur wenn man sich regelmäßig Rückmeldungen gibt, kann man gemeinsam das Schulleben gestalten und entwickeln. Ein brauchbares Mittel hierfür können regelmäßig durchgeführte Feedbacks sein.

Im Schuljahr 2005 / 2006 wurde an unserer Schule zum ersten Mal ein umfassendes Elternfeedback eingeholt, das in Zukunft im Dreijahres - Rhythmus fortgeführt werden soll. Wir Lehrer freuen uns über die positiven Rückmeldungen, die wir über unsere Arbeit bekommen haben. Die Anregungen, die wir bekamen, führten zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Erziehungsgrundsätzen und der Entwicklung eines detailierten Erziehungskonzepts.

 Entwicklungsperspektive: 

  • Einholen eines Schülerfeedbacks
  • Lehrerfeedback ( Eltern spiegeln die Zusammenarbeit mit den Eltern)

 

Feste – Feiern – Kulturelle Angebote

 Feste auf Klassenebene

Alle Klassen feiern zu den verschiedensten Zeiten und Anlässen Klassenfeste. Diese entspringen den Vorstellungen und Bedürfnissen der jeweiligen Klassenpflegschaften und werden in weiten Teilen von den Eltern geplant und  organisiert. Die Palette der Feste ist bunt  und reicht von Kennenlern -, Drachen -, Kartoffel - und Frühlingsfesten bis hin zu Adventsfeiern und Jahres-Abschlussfesten.

 Feste auf Schulebene

Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern und zu stärken, finden im Laufe des Jahres fest etablierte Feste statt, die mit allen Klassen gemeinsam begangen werden:

 Karneval

 In der Woche vor Rosenmontag wird donnerstags oder freitags Karneval gefeiert. Die Kinder dürfen kostümiert zur Schule kommen (Munition für Pistolen und Spraydosen sind nicht erlaubt!) und gestalten den ersten Teil des Morgens innerhalb der Klassengemeinschaft. Der zweite Teil findet in der Turnhalle statt .Hierfür wird nach Absprache mit der Elternschaft oft eine Theatergruppe, ein Mitmachzirkus o.ä. eingeladen.

 Sport- und Spiel 

Vor den Sommerferien findet unter Beteiligung der Eltern das Sportfest statt. Hier können die Kinder sich in den gängigen leichtathletischen Disziplinen, aber auch bei kreativen Geschicklichkeitsspielen messen.

Ergänzend dazu findet in regelmäßigen Abständen ein Spielfest auf dem Schulhof statt, an dem sich Eltern, Kinder  und Lehrer gemeinsam beteiligen.

 Erntedank

Zur Herbstzeit laden die vierten Schuljahre ihre Mitschüler zu einer Erntedankfeier an. Je nach Vorstellungen der Kinder werden Lieder, Tänze oder kleine Sketche dargeboten. Für die herbstliche Dekoration der Eingangshalle sorgen die Eltern dieser Klassen.

 Weihnachten

Nachdem jahrelang die dritten Schuljahre für die Gestaltung der Weihnachtsfeier verantwortlich waren und damit der Schulalltag dieser Klassen während der Adventszeit sehr belastet war, haben sich Kollegium und Schulkonferenz dazu entschlossen, der gemeinsamen Weihnachtsfeier einen neuen Rahmen zu geben : Am vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien kommen alle Kinder zu einer gemeinsamen Feier in der Turnhalle zusammen. Jede Klasse bekommt die Gelegenheit, etwas, das während der Adventszeit in der Klasse entstanden ist, darzubieten. Dies können Gedichte, musikalische Darbietungen oder kleine Theaterstückchen sein.